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Do, 15.4.99,
Kundgebung gegen den Krieg in Jugoslavien

Die NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien sind völkerrechtswiedrig und die deutsche Beteiligung daran verstößt gegen das Grundgesetz. Die Bombardements haben das von der NATO offiziell angegebene Ziel, nämlich weiteres Leid der Kosovo-Albaner zu verhindern, nicht erreicht, sondern im Gegenteil noch zu einer Verschärfung von Vertreibung und Eskalation des Konfliktes geführt und Leid und Zerstörung für die serbische Bevölkerung gebracht. Weshalb wird dann weitergebombt? Wir wenden uns gegen diese Logik des Krieges, die Spirale der Gewalt auf dem Balkan muß durchbrochen werden!

Wir fordern daher:

  • den sofortigen bedingungslosen Stopp der NATO-Luftangriffe, keinen Einsatz von Bodentruppen
  • die Entmilitarisierung des Kosovo: Abzug der jugoslawischen Armee und der Serbischen, paramilitärischen Verbände, Entwaffnung der UCK
  • Einsetzung eines neutralen Vermittlers im Namen der Vereinten Nationen für weitere Verhandlungen und Einrichtung einer dauerhaften Balkankonferenz mit Beteiligung gesellschaftspolitischer Gruppen
  • die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimatdörfer
  • einen durch die NATO-Staaten finanzierten Wiederaufbau der zerstörten jugoslawischen Regionen sowie Hilfe für Albanien und Mazedonien
  • Umfangreiche Unterstützung der jetzt stark geschwächten zivilen, demokratischen Friedenskräfte in Jugoslawien und langfristige Strategien ziviler Konfliktlösung von Friedensgruppen

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Letzte Änderung: 09.03.01

Letzte Änderung: 17.03.04