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Der folgende Artikel ist am Montag, dem 30. Dezember 2002 in der WKZWaiblinger Kreiszeitung (WKZ) erschienen.


Friedensinitiative bleibt nicht im Regen stehen

Friedensinitiative Waiblingen sammelt Unterschriften gegen Irak-Krieg / Heute von 10 bis 12 Uhr Mahnwache in Waiblingen

Waiblingen (wtg).
Auf eine "ganz andere Stimmung, ein positives Feedback" ist Jutta Künzel von der Friedensinitiative Waiblingen am Samstag stoßen, als die Initiative auf dem Waiblinger Marktplatz Unterschriften gegen den Irak-Krieg sammelte. "Nicht in unserem Namen!" ist der sechste Waiblinger Friedensbrief überschrieben.

Die Friedensinitiative stand bei ihrer Aktion nicht im Regen - der begann püktlich um halb zwei, als der Stand abgebaut wurde. Aber auch im übertragenen Sinne ließen die Passanten die Friedeninitiative nicht im Regen stehen, informierten sich und unterschrieben den sechsten Waiblinger Friedensbrief, so Jutta Künzel. Aufgrund dieser positiven Resonanz ruft die Friedensinitiative heute von 10 bis 12 Uhr zu einer Mahnwache auf. An den beiden kommenden Samstagen, dem 4. und 11. Januar, werden weitere Unterschriften gesammelt: "Nicht in unserem Namen!" wendet sich die Friedensinitiative in ihrem offenen Brief gegen die Kriegspläne der US-Regierung, der an Bundeskanzler Gerhard Schröder und an die Abgeordneten des Bundestagswahlkreises Waiblingen, Dr. Joachim Pfeiffer und Dr. Hermann Scheer gesandt wird. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel in seiner heutigen Ausgabe schreibt, schließt Außenminister Joschka Fischer eine deutsche Beteiligung an einem Irak-Krieg nicht mehr aus.
"Nicht in unserem Namen", heißt es demgegenüber in dem Waiblinger Friedensbrief: "Die US-Regierung hält unbeirrt an ihrer Absicht fest, einen Krieg gegen den Irak zu führen. In diesem Krieg geht es weder um 'Antiterror-Kampf', noch um Massenvernichtungswaffen noch um die Herstellung von Demokratie und Menschenrechten. Der US-Regierung geht es vielmehr um die Durchsetzung geostrategischer und wirtschaftlicher Interessen in einer der energiereichsten (Öl) Regionen der Welt. Wir sagen Nein zu diesem Krieg!" Ein neuer Golfkrieg würde der irakischen Bevölkerung, die unter dem Wirtschafts- Embargo bitterste Not und Hunger leidet und durch das diktatorische Regime von Saddam Hussein unterdrückt werde, noch mehr Elend bringen. Der Krieg sei ein Verbrechen am irakischen Volk. "Sie handeln nicht in unserem Namen, wenn Sie für diesen Krieg der US-Regierung Nutzungsrechte für US-Militärbasen in Deutschland gewähren, Überflugsrechte  für brittische oder US-Kampfflugzeuge geben, indirekte Unterstützung dadurch leisten, dass Sie deutsche Truppenkontingente in Afghanistan erhöhen, und so US- und britische Truppen entlasten, deutsehe Soldaten in Awacs-Maschinen fliegen lassen, deutsche Spürpanzer in Kuwait und die Marine in der Golfregion belassen."
Gute Stimmung bei der Unterschriftensammlung gegen neuen GolfkriegBild: Habermann
Gute Stimmung bei der Unterschriftensammlung gegen neuen Golfkrieg: "Nicht in unserem Namen!"


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