Friedensnetz Baden-Württemberg
15.04.2017
Ostermarsch

Verantwortung für den Frieden - nicht für den Krieg

Samstag, 15. April 2017, 5 vor 12

Lautenschlagerstraße

Aufruf

Verantwortung für den Frieden, nicht für den Krieg!

Der alte wie der neue Bundespräsident, die Kanzlerin, das so genannte "Verteidigungs-" ministerium, das Bundeskabinett und drei von vier Bundestagsfraktionen werden nicht müde zu erklären, dass Deutschland mehr „Verantwortung für die Welt“ übernehmen müsse.


Darunter verstehen die Große Koalition:

einen neuen Rekord der deutschen Rüstungsexporte,

ein Aufrüstungsprogramm von 130 Milliarden Euro für die Bundeswehr bis 2030,

die Verdoppelung des Rüstungshaushaltes auf 70 Milliarden Euro im nächsten Jahrzehnt,

die Stationierung der Bundeswehr in Litauen, an der Grenze zu Russland,

die Aufstellung einer schnellen Eingreiftruppe für Osteuropa und die Übernahme deren „Speerspitze“ durch die Bundeswehr,

Kriegsbeteiligung der Bundeswehr im Irak und in Syrien,

den Aufbau einer EU-Armee zusätzlich zu den bereits bestehenden europäischen „battlegroups“,

Bundeswehreinsätze in Mali, in weiteren Afrikanischen, Ländern, Afghanistan und im Mittelmeer.

Verbunden sind diese militärischen Maßnahmen mit politischem Säbelrasseln und einer konfrontativen Politik, nicht nur gegen Russland, mit einer Unterstützung des Krieges der Türkei gegen Kurden nicht nur im Irak und in Syrien, sondern auch hier in Deutschland.

Die Kriege der letzten Jahre, die in Jugoslawien, Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien und anderswo, oft mit deutscher Beteiligung immer aber mit Unterstützung durch die militärische Infrastruktur in Deutschland geführt wurden, beweisen, dass eine solche Politik nicht verantwortungsbewusst, sondern verantwortungslos ist. Die militärische Durchsetzung vorgeblich der sogenannten „westlichen Werte“, die in Wirklichkeit der Sicherung von Rohstoffen und ihren Transportwegen, Märkten und Machtinteressen dient - also zur Sicherung der profitablen Geschäfte der Banken und Konzerne, hat zu massenhaftem Tod, Verzweiflung, Hunger und Verelendung geführt. Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

Wir verlangen eine Politik, die endlich Verantwortung für die Menschen im In- und im Ausland übernimmt: Eine Politik für den Frieden!

Deshalb fordern wir:

Schluss mit der Aufrüstung der Bundeswehr, mit der Produktion von Kriegswaffen und mit Rüstungsexporten!

Atomwaffen raus aus Deutschland! Die nukleare Komplizenschaft mit den USA muss beendet werden. Die Bundesregierung muss die Bereitstellung der Tornado-Flugzeuge und das Training der Bundeswehr für den Einsatz der Atomwaffen beenden und den Stationierungsvertrag für die Lagerung der US-Atomwaffen kündigen. Für ein Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen weltweit!

Schluss mit allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr! Nein zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren!

Auflösung der NATO und der Militärstrukturen der EU. Bundeswehr abschaffen.

Keine Beteiligung Deutschlands am Konfrontationskurs gegen Russland - weder an Kriegsmanövern, noch an der Militärpräsenz in Osteuropa.

Solidarität und offene Grenzen für Zufluchtsuchende. Schutz und Sicherheit für alle Opfer aus Kriegsgebieten und den von Hunger, Armut und Umweltzerstörung heimgesuchten Ländern. Das Massensterben im Mittelmeer muss beendet werden. Sie Schutzsuchenden brauchen legale Einreisemöglichkeiten nach Europa. Keine Abschiebungen! Kriegsdienstverweigerern gehört uneingeschränktes Asyl!

Kein "Werben fürs Sterben", die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber, Bundeswehr raus aus den Schulen, Messen, Unis! Keine Kindersoldaten in Deutschland und der Welt!

Stoppt die Aufrüstung Weltweit, Milliarden für Menschen nicht für Waffen!

Lasst uns an Ostern laut und deutlich unseren Widerstand gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung auf die Straße tragen. Frieden und Abrüstung ist unser Ziel!

Download:

Aufruf Ostermarsch 2017 (461 KB / 2 S.)

© Friedensnetz Baden-Württemberg