Ostermarsch 2026 in Stuttgart: Friedensfähig statt "kriegstüchtig"!

Wir stehen auf gegen Militarismus und Sozialabbau!

Weltweite Aufrüstung, neue US-Kriegsschläge und -pläne sowie die Militarisierung der Gesellschaft und der EU bestimmen unsere Lebensumstände. Wenn das Völkerrecht in den Morast getreten wird, die Mächtigen Waffen besitzen, die alles Leben auf der Erde innerhalb von Minuten auslöschen können, wenn die Mitwelt zerstört wird und Arme hungrig und krank bleiben, ist die menschliche Solidarität gefragt. 

Die Antwort sind wir:
Wir stehen auf für Frieden!
am Karsamstag, 5. April,
Stuttgart-Schlossplatz

Wir ächten Krieg als Mittel der Politik. Wir wollen Dialog, Wiederaufnahme von Verhandlungen über (atomare) Abrüstung! Wir unterstützen Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs! Wir fordern eine Initiative für eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur in Europa!

Wir kritisieren:

Deutschland will das militärisch stärkste EU-Land und Drehscheibe für die NATO in Europa werden. Deutschland hat 2025 in Litauen erstmals einen ständigen Militärstützpunkt im Ausland mit bis zu 5000 Soldaten*innen eingerichtet. Deutsche Waffen, auch aus Baden-Württemberg, befeuern die Kriege der Welt. Die Bundesregierung unterstützt weiterhin die Kriegs- und Vertreibungspolitik Israels in Palästina. Die USA nutzen ihre Militärstützpunkte in Deutschland für ihre Kriegspolitik und militärische Vorherrschaft.

Die US-Regierung und die Bundesregierung wollen immer noch ab 2026 neuartige landgestützte Mittelstreckenwaffen (Marschflugkörper, Hyperschallraketen) der USA in Deutschland stationieren. Diese Waffensysteme können strategische Ziele, wie z.B. Atomwaffenstandorte in Russland, innerhalb einer Vorwarnzeit von nur fünf Minuten treffen. Sie erhöhen so die Gefahr eines Atomkriegs in Europa. Dies wird ein neues (atomares) Wettrüsten auslösen. Statt weiteren Mittelstreckenraketen in Europa brauchen wir einen Vertrag über deren Abbau in Ost und West.


Die milliardenschweren Aufrüstungsprogramme der Bundesregierung, EU und NATO bedrohen unseren Sozialstaat und alle anderen Bereiche der zivilen Gesellschaft. Vielen Kommunen steht ohnehin schon das Wasser bis zum Hals, doch Soziales, Klimaschutz und Kultur werden weiter zusammengekürzt, auch in Baden-Württemberg. Die Landesregierung will Konversionen der kriselnden Industrie hin zu Rüstungsproduktion weiter unterstützen und nennt das wider besseres Wissen einen „Jobmotor“. Dabei hätten Investitionen in zivile Infrastruktur, Gesundheit und Bildung erwiesenermaßen einen 2–3-mal höheren Effekt auf den Arbeitsmarkt. Doch kriegskritische, warnende Stimmen erleben immer öfter Repression und Diffamierung. Konten werden gekündigt, Bürgerrechte entzogen, Personen und Organisationen, die für Diplomatie und Versöhnung streiten, landen auf Sanktionslisten.

Die Antwort sind wir!
Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Für eine hoffnungsvolle Zukunft.

Lasst uns die bundesweiten Ostermärsche auch dieses Jahr zu unseren Versammlungen für
Friedenspolitik und für unsere sozialen Forderungen machen. Lasst uns gemeinsam einstehen für mehr internationale Zusammenarbeit, Abrüstung und für gemeinsame Sicherheit. Wir verteidigen die Prinzipien der UN-Charta, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht. Wenn die Regierenden von Hochrüstung und Kriegstüchtigkeit reden, halten wir mit Friedensfähigkeit dagegen. Statt Zwangsmusterungen und Kriegsdienst für junge Menschen setzen wir uns für Friedensbildung an Schulen und freiwillige zivile Friedensdienste ein.

Unsere Forderungen:

  1. Für ein Menschenrecht auf Frieden
  2. Keine Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen in Deutschland!
  3. Keine neue Wehrpflicht!
    Für das uneingeschränkte Recht auf Kriegsdienstverweigerung und die Rücknahme des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes. Gegen alle Formen von Zwangsdiensten.
  4. Kein Profit mit dem Krieg!
    Nein zu allen Rüstungsexporten.
    Nein zur Taurus-Lieferung an die Ukraine.
  5. Abrüsten statt Aufrüsten!
    Investitionen in Soziales und Umwelt statt Kriegswirtschaft.
  6. Asylrecht ist Menschenrecht!
    Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Asyl für
    Deserteur*innen und Kriegsdienstverweiger*innen!
    Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtenden!
  7. Für die Stärke des Rechts – gegen das Recht des Stärkeren!
    Keine Komplizenschaft mit Israels völkerrechtswidriger Vertreibungs- und Annexionspolitik in den palästinensischen Gebieten! Keine Billigung völkerrechtswidriger US-Militärinterventionen in Lateinamerika und Europa und im Iran!
  8. Schließung aller US-Militärstützpunkte in Deutschland!
    Das bedeutet für Stuttgart: Schließung des EUCOM und AFRICOM.

Ablauf

10.45 Uhr Kundgebung vor dem EUCOM
Stuttgart-Vaihingen, Katzenbachstr. 207
anschließend Fahrradkorso für den Frieden zur Innenstadt
85 Sekunden vor 12 (Stand Weltuntergangsuhr): Kundgebung, Schlossplatz
ca. 13:00 Uhr: Ostermarsch durch Stuttgart
ca. 14:00 Uhr: Abschlusskundgebung, Schlossplatz


Redner*innen

Auftakt:

Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“
Emil und Tizi

Clara Meier
DFG-VK Kriegsdienstverweigerungsberaterin

Jürgen Wagner
Informationsstelle Militarisierung, IMI

Abschluss:

Maike Schollenberger
Ver.di Landesbezirksleiterin

Michael von der Schulenburg
ehem. Diplomat der OSZE und der UN, Abgeordneter des Europäischen Parlaments

Dr. Susanne Edel
„Aufbruch für den Frieden”

Musik: The Chunk Funk Connection, Bernd Köhler und ewo2

Moderation: Heike Hänsel, Wiltrud Rösch-Metzler, Leyla Bouyedda

Wir unterstützen

  • Allmende Stetten - Politik + Kultur
  • Attac Besigheim-Ludwigsburg
  • Attac Karlsruhe
  • Aufbruch zum Frieden; Kernen
  • BSW Landesverband Ba-Wü
  • BSW Kreisverband Region Neckar-Alb
  • BSW Kreisverband Region Bodensee-Oberschwaben 
  • BSW Kreisverband Rhein-Neckar
  • Bündnis für Frieden, Böblingen
  • DGB Kreisverband Esslingen-Göppingen
  • DFG-VK Stuttgart
  • DIDF Stuttgart
  • DIE LINKE Kreisverband Esslingen
  • DIE LINKE Landesverband Baden-Württemberg
  • DIE LINKE Stuttgart
  • DKP Baden-Württemberg
  • DKP Rems-Murr
  • DKP Stuttgart
  • Freundschaftsgesellschaft BRD Kuba
  • Frieden wagen e.V. (bisher Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.)
  • Friedensbündnis Esslingen
  • Friedensbündnis Karlsruhe
  • Friedensgruppe Good-Bye-Eucom, Stuttgart-Vaihingen
  • Friedensinitiative Schorndorf
  • Friedensinitiative Waiblingen
  • Friedensplenum Tübingen
  • Friedenstreff Bad Cannstatt
  • Friedenstreff Stuttgart Nord
  • Gesellschaft Kultur des Friedens
  • Informationsstelle Militarisierung e.V.
  • MLPD Baden-Württemberg 
  • NaturFreunde Württemberg e.V.
  • NaturFreunde Ortsgruppe Stuttgart 
  • NaturFreunde Radgruppe Stuttgart 
  • NGG Region Stuttgart
  • Offener Friedenstreff Stuttgart
  • pax christi Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart
  • Reutlinger Initiative für Frieden und Abrüstung (RIFA)
  • Rote Peperoni – sozialistische Kinderorganisation
  • Sozialismus von unten, Stuttgart
  • Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Baden-Württemberg
  • ver.di Bezirk Stuttgart
  • ver.di Friedensarbeitskreis Stuttgart
  • VVN-Bund der AntifaschistInnen BW
  • VVN-Bund der AntifaschistInnen Stuttgart
  • Wählervereinigung Tübinger Linke e.V. TÜL
  • Waldheim Gaisburg e.V. – Friedrich-Westmeyer-Haus
  • Waldheim Stuttgart e.V. – Clara-Zetkin-Haus 
  • Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften 

Einzelpersonen:

  • Sigrid Altherr-König, Mitglied des GEW-Kreisvorstands Esslingen-Nürtingen 
  • Marcel Bauer, MdB DIE LINKE, Karlsruhe
  • Heinrich Brinker, Stadtrat Kirchheim/Teck, BSW-Mitglied
  • Tanja Czisch und Jörn Pfeiffer, GEW Kreisvorstand Stuttgart, Vorsitzende im Team
  • Dr. P. Falk, BSW Direktkandidat, Kehl
  • Gisela Geist, BSW Stuttgart
  • Vinzenz Glaser, MdB DIE LINKE, Freiburg
  • Norbert Heckl, stellv. DGB-Stadtverbandsvorsitzender, Stuttgart 
  • Reiner Hoffmann
  • Gerhard Jüttner, Vorsitzender des Bezirks Ludwigsburg der NaturFreunde 
  • Württemberg, Tamm 
  • Gisela Kehrer-Bleicher, Tübingen
  • Dieter Lachenmayer, Koordinator Friedensnetz Baden-Württemberg
  • Odilo Metzler, pax christi
  • Sahra Mirow, MdB DIE LINKE, Heidelberg
  • Luigi Pantisano, MdB DIE LINKE, Stuttgart
  • Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi
  • Ronald Stock, BSW Stuttgart
  • Jessica Tatti, Landesvorsitzende BSW Ba-Wü, stellv. Parteivorsitzende des BSW
  • Prof. Dr. Hans-Joachim Wunderlich
  • Anne Zerr, MdB DIE LINKE, Reutlingen
Als Friedensbewegung grenzen wir uns ab gegen Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und Hetze. Auf unserem Ostermarsch ist kein Platz für solche Parolen oder Fahnen von Organisationen, die unsere Werte nicht teilen. Wir stehen für eine friedliche und tolerante Zukunft und laden alle dazu ein, uns anzuschließen.

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